Dysgnosie und Dyspraxie als Folge des Kiss-Syndroms

Dysgnosie und Dyspraxie (Dys= griechisch falsch, miss, übel, schlecht, - Gnosis= wissen, lernen, - Prâxis= Handlung, Tat) werden als medizinische Bezeichnungen für Wahrnehmungsstörungen sowie grob- und feinmotorische Schwierigkeiten benutzt und bezeichnen einen motorisch-kognitiven Komplex, der häufig als Folge des unbehandelten Kiss-Syndroms bei Kindern im Alter von vier bis zehn Jahren auftritt.

Bei den unter der Kiss-Erkrankung leidenden Babys kommt es durch die Blockade der Kopfgelenke zu Verspannungen und Verhärtungen in den benachbarten Strukturen, vornehmlich sind die Hirnhäute und das Nackenrezeptorenfeld davon betroffen. Hierdurch kann es unter anderem zu massiven Beeinträchtigungen der Entwicklung in der Selbstwahrnehmung des Säuglings kommen.

Auf der gestörten Selbstwahrnehmung gründen dann sowohl die Schwierigkeiten in der grob- und feinmotorischen sowie kognitiven Entwicklung, als auch eine zunehmende Verunsicherung des Kindes, das jetzt auch noch von der Aussenwelt mit seiner Ungeschicklichkeit konfrontiert wird.

Die Reaktion des Kindes hierauf zeigt sich entweder im Rückzug in die Apathie oder als Unruhe und Aggression, der gesamte mit Abkürzungen wie ADS, ADHS, ADHDS oder KIDD versehene Komplex.

Später folgen noch soziale Integrationsprobleme, Schulprobleme und Kopfschmerzen sowie Haltungsschäden.

Bei der Therapie dieser Kinder ist es wichtig, erst einmal die grundlegende Störung zu behandeln, nämlich die meist immer noch vorhandene Blockade der Kopfgelenke und die Verspannungen und Verhärtungen der  Hirnhäute und des umliegenden Bindegewebes, sowie die nun meist auch bereits betroffene Hals- Brust- und Lendenwirbelsäule und das Becken.

Desweiteren sind Therapien zu empfehlen die die Selbstwahrnehmung fördern und korrigieren, wie z.B. Kinesiologie, Ergotherapie und auch Physiotherapie.

Das in solchen Fällen gern verschriebene Ritalin wirkt, von den katastrophalen Nebenwirkungen einmal abgesehen, hier eher kontraproduktiv, da es die Selbstwahrnehmung massiv beeinträchtigt.