Kiss bei Erwachsenen, Symptome und Behandlung

Auch Erwachsene können vom Kiss Syndrom betroffen sein, oder zumindest unter Symptomen leiden, die sich unter dem Begriff “Kopfgelenk induzierte Symmetriestörung” einordnen lassen.

Beim Erwachsenen haben sich die Kiss-Symptome allerdings etwas verlagert. Während bei Säuglingen und Kleinkindern noch die Schreikinder, Stillprobleme, Entwicklungsstörungen und die Abplattung des Schädels im Vordergrund stehen, sind es bei den Erwachsenen der Beckenschiefstand, Knieschmerzen, Schmerzen in Rücken und Nacken, Hörsturz, Tinnitus, Schwindelgefühle, Benommenheit, Druckgefühle im Kopf, Kopfschmerzen, Migräne, selbst manche Stoffwechselstörungen, Schlafstörungen und andere Störungen des vegetativen Nervensystems.

Man kann hier unterscheiden zwischen Symptomen, die als Folge einer verschleppten Kiss-Erkrankung im Säuglingsalter zu sehen sind und Erkrankungen, deren Ursache in später erworbenen Traumata liegt.
Charakteristisch für die Klassifizierung unter dem Begriff “Kiss-Syndrom” ist allein die Tatsache, daß die Beschwerden sich auf eine Blockade der Kopfgelenke und den damit verbundenen Störungen zurückführen lassen.

Therapie des Kiss Syndroms beim Erwachsenen

Die Behandlung erwachsener Kiss-Patienten unterscheidet sich nicht wesentlich von der Behandlung des Kiss-Syndroms bei Kleinkindern.
Bei Erwachsenen ist die Kompensation der ursprünglichen Störung in vielen Fällen bereits weit fortgeschritten, das heißt es haben sich regelrechte Störungsmuster entwickelt und eingeprägt, was die Behandlung Erwachsener stark erschwert.
Während es bei Säuglingen häufig genügt nur die Kopfgelenke und das umgebende Gewebe zu behandeln, ist bei Erwachsenen in fast allen Fällen die gesamte Wirbelsäule und das Becken betroffen.
Dementsprechend dauert die Therapie bei Erwachsenen länger und ist aufwendiger.